Familienpflege auf der Intensivstation dauerhaft eingeführt: Radio SRF berichtet
Das familienfokussierte Versorgungsmodell nach FICUS® wird Realität: Die Zürcher Klinik Hirslanden hat als erstes Spital in der Schweiz das innovative Modell dauerhaft in die klinische Praxis übernommen. Entwickelt und evaluiert wurde es im Rahmen der FICUS-Studie unter Leitung der Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Rahel Naef. Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat diesem innovativen Versorgungsansatz kürzlich zwei Beiträge gewidmet.
Das familienfokussierte Versorgungsmodell nach FICUS® stärkt die Einbindung von Angehörigen auf der Intensivstation: Speziell geschulte Familienpflegende begleiten und unterstützen Familien während und nach dem Aufenthalt einer nahestehenden Person auf der Intensivstation. Ziel ist es, Belastungen zu reduzieren, die Kommunikation mit Familien zu verbessern und die Versorgung insgesamt zu stärken.
Die Einführung an der Klinik Hirslanden stösst auf grosse Resonanz – auch in den Medien: Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat dem neuen Versorgungsansatz zwei Beiträge gewidmet. Dabei wurde Familienpflegerin Stefanie Henkensmeier bei ihrer Arbeit begleitet.
Die ersten Erfahrungen an der Klinik Hirslanden fallen positiv aus: Angehörige und Behandlungsteam berichten von einem Mehrwert durch die neue Rolle der Familienpflegenden. Dies deckt sich mit den zentralen Ergebnissen der FICUS®-Studie, die Akzeptanz, Machbarkeit und Wirkung der Intervention untersucht hat. Auch weitere Spitäler in der Schweiz zeigen Interesse an einer Übernahme des Modells.
"Die dauerhafte Verankerung dieses Modells in der Versorgung ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung forschungsbasierter Innovation in der Praxis", sagt Studienleiterin Prof. Dr. Rahel Naef.
Zu den Radiobeiträgen von SRF:
"Wenn die Pflege auch für die Angehörigen der Patienten da ist", Regionaljournal Zürich Schaffhausen
"Was bringt Familienpflege im Spital?", SRF 4 News